Wir unterliegen in unserer westlichen Welt dem Irrtum, dass wir global vernetzt sind. Wir alle sind demnach miteinander verbunden, wenn wir das wollen. Wirklich?

Blödsinn, gerade mal die hälfte der Gesamtbevölkerung hat Internetzugang. Und zwar die so genannte 1. Welt. Der Rest weiß oft vielleicht nicht einmal was davon.

Das bedeutet vielerlei.

Die Welt ist kein Dorf

Mit Facebook ist es ja bei vielen Menschen so, dass sie glauben, wenn sie behaupten, sie würden es nicht benützen, oder allerhöchstens, um mit der Kindergartenfreundin, die nun in Australien lebt, kommunizieren zu können, seien sie irgendwie erhaben.

Ja, stimmt schon, die Welt ist zusammengerückt auf einen Mausklick. Die Grenzen von Zeit und Raum wurden mit dem Internet quasi ausgehebelt. Aber wenn die Freundin als Entwicklungshelferin nach Afrika gegangen wäre oder sonstwohin, wo der Fortschritt nicht rentabel scheint, könnte man sie leider nicht als Alibi fürs facebooken anführen.

Neue Leute kennenlernen ja, aber…

Eine wunderbare Sache am Internet ist die Tatsache, dass man nicht eingeschränkt ist auf die unmittelbare geographische Umgebung, wenn es darum geht, neue Kontakte zu knüpfen. Darum ist es auch ziemlich schade, dass es interessante und liebenswerte Menschen gibt, die wir bis auf weiteres ganz bestimmt nicht daten oder zum philosophieren einladen können

Und die Vermutung liegt nahe, dass es sich dabei oft um Vertreter der Spezies Mensch handelt, die uns viel über das natürliche Leben beibringen könnten.