Wenn du dich im öffentlichen Raum befindest, siehst du es ja selbst, wenn du nicht gerade in dein Smartphone schaust, um die Emails zu checken: Information, Unterhaltung und vor allem Kommunikation verlagern sich immer mehr in die Öffentlichkeit. Zuhause bräuchte eigentlich kein Mensch ein Smartphone, denn man kann ja so gut wie alles damit machen, aber die Vielseitigkeit geht eben sehr zu Lasten dessen, wofür man ein Telefon, das anno dazumal gebraucht hat, nämlich zum telefonieren. Damals hiess das natürlich noch telePHonieren.

Allzeit mit dem Netz verbunden – Gut oder schlecht?

Die Psychologen und Gesellschaftsforscher sagen natürlich, was sie sagen müssen: Das geht ja gar nicht.

Aber das sagen diese Experten ja andauernd, sobald die Menschheit ein neues Gadget erfunden hat. Schon damals beim Feuer und bei Rad haben Sie davor gewarnt, dass man sich daran ja verbrennen kann oder jemanden überrollt, wenn man vier davon nimmt und eine Karosserie darüber stülpt.

Lernprozess

Die Mobilität und das kontinuierliche Erreichbarsein mögen uns im Moment noch sehr zu schaffen machen. Mega-Stress bis hin zum Burnout sind ja nicht zuletzt Folgen der kompletten Reizüberflutung. Aber wir machen uns dieses Problem selbst. Schon sehr bald werden wir mit den Gegebenheiten umgehen wie es sein sollte: als Alltag, der dadurch erleichtert wird, nicht als Bürde oder sozialer Zwang.