Gesichtserkennung?

Gesichtserkennung?

Seit die Firma Apple im Frühherbst 2017 Ihr neues iPhone-Modell X vorgestellt hat, rätseln alle, warum die Gesichtserkennungs-Entsperrung so ein tolles Tool sein soll.

Es ist sicher nur ein Gerücht, dass man so hart an der Verbesserung dieser Technologie arbeitet, weil die Menschen schön langsam alle gleich aussehen.

Gerücht 1: Alle deutschsprachigen Mädels unter 20 schauen aus wie Bibi Werbebarbie oder eine vergleichbare Ikone unserer Zeit.

Es ist schon interessant. Wie Madonna wollte damals kein Mädchen aussehen. Auch nicht wie Cindy Lauper oder Björk. Nicht einmal wie Tina Turner. Aber ungefähr an der Zeit einer Avril Lavigne könnte man nicht durch die Stadt gehen, ohne nicht auf ca 200 Avril zu stoßen. Und heutzutage scheinen sowohl die Frisur als auch die Art des Makeups komplett vereinheitlicht zu sein.

Gerücht 2: Alle Burschen unter 20 schauen aus wie Klone von Herrn Lefloid

Auch die Jungs könnten sich gegenseitig das iPhone entsichern beim Draufschauen.

Die Generationen Ü-30 haben damals versucht, möglichst jegliches Duplizieren zu vermeiden, weil man gedacht hat, jeder ist einzigartig.

Das scheint sich etwas gewandelt zu haben.

Gerücht 3 alle Jugendlichen mit Migrationshintergrund unter 50 schauen aus wie die unehelichen Kinder von Sido und Bushido.

Ok, das ist kein Gerücht. Das stimmt jetzt wirklich.

Von Gamern, Zockern und Millionären

Von Gamern, Zockern und Millionären

Das hätten sich unsere Großeltern auch nicht gedacht, dass mal eine Zeit kommt, in der man steinreich werden kann, indem man vor dem Computer sitzt und sich filmt, während man ein Spiel spielt.

Pewdiepie und co

Aus Schweden kommt ja viel Gutes. ABBA, IKEA und vermutlich auch der Weihnachtsmann. Die Rentiere sprechen jedenfalls dafür.

Aber die Zeiten werden härter. ABBA dürften jetzt insgesamt 300 Jahre alt sein, IKEA wird bald pleite sein, weil jeder seine Einrichtung nur mehr mit Euro-Paletten und Tipps aus Pinterest selbst zusammenschraubt und an den Weihnachtsmann glauben die Kinder auch nur, weil sie mit Geschenken bestochen werden. In dieses Vakuum also stieß Herr Pewdiepie und wurde damit reicher als Gott. Das ist natürlich ein Vorbild, dem man nacheifern sollte. 40 Jahre lang 8 Stunden am Tag im Großraum Büro zu verbringen hat jedenfalls noch niemanden zum Dagobert gemacht.

Das Leben ist ein Spiel

Mittlerweile aber kennt der alte Schwede auch die Schattenseiten des Ruhms und des Wohlstands. Ein heftiger Wind aus Neid und Ablehnung bläst ihm von gewissen Seiten entgegen, kaum dass er den Mund aufmacht.

Ja, leider, die echte Welt ist dann nun doch wieder nicht so einfach per Controler zu lenken. Man kann sie auch nicht ausschalten, wenn Sie einem zu langweilig wird.

Wischen Impossible?

Wischen Impossible?

Ok, Tatsache ist doch: wir alle leben mittlerweile mit unseren Smartphones und Tablets. Dennoch stehen wohl bei jedem auch Laptops und Stand-PC zuhause rum. Auch die alten noch, also jene Geräte, wo man noch nicht auf den Bildschirm drauftappen kann, damit sich was in der Software tut.

Die Macht der Gewohnheit

Aber man tut es trotzdem, oder? Kennst du den spöttischen Blick, der dir zugeworfen wird, wenn du in voller Konzentration und vertieft in ein Programm mit dem Finger auf deinem Notebookscreen herumwischt oder -drückst und nicht kapierst, warum der Curser dir was hustet?

Man kann sich natürlich damit helfen, zu behaupten, man wollte nur eine Fliege, die sich dort niedergelassen hatte, zerdrücken, aber wer soll einem das glauben.

Werden die unbewischbaren Interfaces aussterben?

Braucht man denn überhaupt wirklich noch eine Tastatur und eine Maus oder ein Trackpad? Wahrscheinlich bald nicht mehr. Aber schon alleine berufsbedingt wird manch einer nicht auf die alten Eingabemethoden verzichten können oder wollen.

Es kommen ja schon laufend neue Modelle und Hybrid-Varianten heraus. Die Eier legende Wollmilchsau war noch nicht dabei, aber das muss auch gar nicht sein. Das Angebot ist dermaßen groß und und breit gefächert, dass schlichtweg jeder genau seinen Bedürfnisse abdecken kann. Und das hätte man sich vor 20 Jahren nichtmal träumen lassen. Wir habens irgendwie schon recht nett in diesem Zeitalter.

Regieren Katzen das Internet?

Regieren Katzen das Internet?

Ohne jetzt zu googeln, um mich abzusichern, behaupte ich frech, dass Katzen im Netz die am zweitmeisten gesehene Inhaltskategorie darstellen.

Im Grunde hat auch das süsseste Baby kaum Chancen gegen die Übermacht an Pfoten, Schnurrbarthaaren und Augen, die im Dunkel leuchten.

Warum eigentlich Katzen?

Die Beliebtheit von Katzen-Content hat wohl 2 Hauptgründe, die sich auch gegenseitig bedingen und hochpushen.

  1. Katzen sind fast überall in unseren Breitengraden das Haustier Nummer 1. Logisch also, dass auch das Interesse daran dementsprechend größer ist als etwa bei Hamstern.
  2. Katzen sind von außen hübsch anzusehen und innerlich einfach interessant und nicht einschätzbar. Beides sorgt oft für ziemlich gute Videos und Photos.

Unfreiwillig besüsst

Aber nicht jeder mag Katzen. Auch wenn dies unwahrscheinlich erscheint. Meines Wissens gibt es sogar Menschen, die es durchaus überleben würden, wenn sie einmal einen Tag im Netz herumsurfen könnten ohne auf eine Mieze zu stoßen.

Hypes kommen, Hypes gehen – Katzenfotos bleiben

Den ewigen Kampf um die Sympathien der Menschen haben Katzen jedenfalls gewonnen. Gegen Hunde, gegen Babys und sogar gegen die zwei ganz ganz Großen im Pop-Himmel: Justin Bieber und Bibi Schönheitssalon.

Wer MI sagt, muss auch AU sagen

Und jeder, der sich künstlich darüber aufregt, möge doch einmal tief in sich blicken. Dort drinnen, ja, ganz tief unten, verborgen in der untersten Schicht der Seele, ja dort ist er, der Katzensüssfinder in uns allen.

Es wird schon einen Grund haben, warum Katzenbilder und -videos das Internet unterwandern, beherrschen und wohl bald unblutig übernehmen werden.

Schon wieder Facebook

Schon wieder Facebook

Kannst du es auch schon nicht mehr hören, wenn du dich auf Youtube herumtreibst und ein Video bis zum Ende ansiehst, zum Beispiel weil du dich für die Schminktipps einer begnadeten, jungen deutschen Sängerin interessierst oder dafür, wie man diese verdammten Strandmuscheln wieder zusammenklappen kann ohne ein spontanes Tourette-Syndrom zu generieren?

Der User als Zünglein an der Waage

Die Lebenszeit des Menschen ist endlich. Der Kampf um jede Sekunde, die ein User dir opfert, um deine Inhalte zu konsumieren, ist hart.

Darum enden gefühlte 90% der Youtube-Videos von Leuten, die davon auch leben wollen, mit:

„Wenn es dir gefallen hat: Lassmirnaboda. Gibmirndaumenhoch. Likedasvideo.“

Man könnte sich sich jetzt fragen, ob die Betreiber dieser Kanäle die User wirklich für so unselbstständig halten, dass die das nicht selbst entscheiden können. Wahrscheinlich liegt es eben daran, dass man auf Youtube auch den Daumen runter tun kann. Wie ein Cäsar im Kolosseum, wenn der Gladiator beim Beef gegen die Löwen und Büffel abstinkt.

Es gibt für den User also eine Wahlmöglichkeit und das ist ziemlich riskant für die Content-Produzenten.

Ein Berg aus Zucker und Eitel-Wonne

Wie anders ist da doch Facebook. Bei Mark Zuckerberg gibt es keine Zweifel. Es gibt nur Liebe, also nur ein LIKE, kein DISLIKE. Nur Friends, keine Enemies. Vor allem natürlich gibt es Selbstliebe, denn nirgendwo sonst kann man sich besser in Szene setzen als dort, wo keiner großartig irgendwas in Frage stellt.

Man schaut ja nimmer in den Spiegel, wenn man sich sehen will, man fotografiert den Speigel, läd das Bild auf Instagramm oder eben Facebook und dort kann man sich ja immer noch bewundern und bewundern lassen.

Und genau darauf kommt es im Leben ja auch an. Frag mal nach bei den Weisheitslehrern und Kosmik-Gurus. Jeder wird dir versichern, dass nichts läuft ohne ein gesundes Ich-Bewusstsein.

Facebook, ein Ort wie im wirklichen Leben also. Mark Zuckerberg hat es begriffen.